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Kulturbus: Kostbarkeiten am Rande des Bayerischen Waldes

Die VHS-Reihe "Kennen Sie Bayern?" begann 2006 mit dem Besuch künstlerisch herausragender Kirchen und Klöster. Diese Reihe dominierten die während der Säkularisation aufgehobenen Klöster. Diesmal besuchen wir zwei Klöster, in denen noch Mönche beten und arbeiten (ora et labora).

Benediktinerkloster Metten
Das dem Erzengel Michael geweihte Kloster Metten wurde offiziell 792 von Kaiser Karl dem Großen gestiftet. Der bayerische Herzog Tassilo übergab den Mönchen die Aufgabe, das unwegsame Grenzland zu Böhmen zu besiedeln und zu kultivieren. Im Lauf der Geschichte gab es Blütezeiten wie beispielsweise die spätmittelalterliche Mal- und Schreibschule. Durch die Lage an der Donau wurde das Kloster in jedem der zahlreichen Kriege von den durchziehenden Heerscharen geplündert oder gar zerstört. Nach der Krisenzeit des Dreißigjährigen Krieges wurden Kirche, Bibliothek und Festsaal im barocken Stil umgestaltet. Die Säkularisation beendete 1803 diese Blüte. Der Adelige Johann von Pronath-Offenberg erwarb 1830 den größten Teil des klösterlichen Anwesens und machte mit Erlaubnis von König Ludwig I. eine Neuansiedlung von Mönchen möglich. Damit war Metten das erste in Bayern wiedereröffnete Benediktinerkloster. Die Mönche widmeten bzw. widmen sich der Seelsorge, Erziehung und Wissenschaft.

Prämonstratenserkloster Windberg
Das Prämonstratenserkloster zu Ehren der Jungfrau Maria wurde am ursprünglichen Sitz der Grafen von Bogen (Burg Windberg) errichtet, 1146 zur Abtei erhoben, 1167 die Kirche geweiht. Im 12. Jahrhundert schrieben Mönche bedeutende Werke, die heute in der Bayerischen Staatsbibliothek verwahrt sind. Das blühende Klosterleben erlosch während etlicher Kriege. Nach dem 30-jährigen Krieg wurde das Kloster wiederaufgebaut. Im 18. Jahrhundert entstanden die heutigen, barocken Gebäude, die wegen Geldmangels nicht vollendet werden konnten. Die letzte Blütezeit erlebte das Kloster mit der Ausgestaltung der Kirche im Barock- und Rokokostil. Die Bibliothek und das Noviziat wurden stuckiert. Kurz darauf beendete die Säkularisation das Klosterleben. 1923 wurde das Kloster durch die Prämonstratenser aus der niederländischen Abtei Berne-Heeswijk wiedererrichtet.
Die Kirche Mariä Himmelfahrt entstand zwischen 1140 und 1250 als dreischiffige Basilika. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche immer wieder dem Kunstgeschmack der Zeit angepasst, so dass sich heute Spuren aller Kunstepochen finden. Das heutige Erscheinungsbild prägt im Wesentlichen die letzte umfassende Umbauphase im 18. Jahrhundert. Aus der Romanik stammen die beiden Eingangsportale und der Taufstein.

Schloss Egg
Zwischen 1838 und 1842 wurde die ehemalige Wasserburg im prachtvollen neugotischen Stil zum Schloss umgebaut. Neben romantischen Verzierungen blieben die Kernelemente einer Ritterburg bewusst erhalten wie Burgtor mit dem Fallgitter und ehemalige Zugbrücke. Die äußere Ringmauer umschließt den gesamten Komplex. Vom Burginnenhof mit innerer Ringmauer führt eine 25-stufige Treppe zum Spiegelsaal, Rotem Salon, Rittersaal, prunkvollem Konzertsaal und Burgkapelle. Schwindelfreie können den 45 m hohen Burgturm erklimmen. Ein Verlies sowie eine Folterkammer dürfen nicht fehlen.
Die ersten Zeugnisse einer wehrhaften Anlage aus Holz an dieser strategisch wertvollen Lage zwischen Donau und dem bayrischen Wald stammen aus dem 5. Jahrhundert. 1103 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung als Wasserburg. Nach den Burgherren der Eckher erbten bzw. kauften verschiedene Adlige die Burg, die ihr heutiges Aussehen Graf von Armansperg verdankt. Seit 1939 ist das Schloss mit Hotel und Restaurant im Besitz der Familie Hartl.

Reiseverlauf
Alle drei Besuchsorte liegen räumlich nah beieinander in der Nähe von Deggendorf.
Den zeitlichen Ablauf und die genauen Abfahrtszeiten teilt Ihnen die vhs wie üblich vor der Abreise mit. Prof. Dr. Hofstetter und Heimatpfleger Günter Staudter werden während der Anfahrt wesentliche Merkmale der drei Besichtigungsobjekte schildern. Falls es die Witterung zulässt, besuchen wir vor der Heimreise den Bogenberg. Von den Grafen von Bogen stammen ja die bayerischen Rauten.

Wir fahren mit dem Bus der Firma Burgmayr/Otterfing:

Treffpunkt für Unterhaching: Am KUBIZ in Unterhaching

Rückkehr:
gegen 18:00 Uhr

Referenten:
Prof. Dr. Alfons Hofstetter, Heimatpfleger Günter Staudter und örtliche Kunstführer


Alle Kurstermine:


Datum
03.07.2021
Uhrzeit
08:00 - 18:00 Uhr
Ort
Treffpunkt in Unterhaching am KUBIZ


Status: Anmeldung auf Warteliste

Kursnr.: E13120

Beginn: Sa., 03.07.2021, 08:00 - 18:00 Uhr

Kursort: Treffpunkt in Unterhaching am KUBIZ

Gebühr: 80,00 € (inkl. MwSt.)

Zu diesem Kurs sind keine Orte verfügbar.

Datum
03.07.2021
Uhrzeit
08:00 - 18:00 Uhr
Ort
Treffpunkt in Unterhaching am KUBIZ




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Jahnstraße 1, 82008 Unterhaching

Tel: 089 - 665 476 - 10
Fax: 089 - 665 476 - 20
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