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Das war unsere Studienreise nach Marokko

Ein Rückblick und ein Ausblick auf Wiederholung Unsere 12 Reisetage durch das Land im April/ Mai 2025 Vom Atlantik über den Hohen Atlas nach Marrakesch Blau, Weiß und farbenprächtig

„Hier ist es, das Paradies, in dem ich einst lebte. Meer und Gebirge…“

Driss Chraibi, marokkanischer Schriftsteller, 1926 – 2007


So wie Driss Chraibi, der bekannte marokkanische Schriftsteller sein persönliches Paradies Marokko beschreibt, das von so vielen faszinierenden Landschaftsformen lebt, haben auch wir in unseren Gruppen das nordafrikanische Land erlebt.


Zwei Gruppen unserer vhs haben nacheinander Marokko von Ende April bis Mitte Mai in jeweils 12 Reisetagen erlebt. Als vhs-Leiterin habe ich das Reiseprogramm ausgearbeitet und war fasziniert von meiner ersten Begegnung mit dem afrikanischen Kontinent. Auch für die meisten Teilnehmer*innen stellte unsere Marokko-Reise die erste Berührung mit Afrika dar.


Wir waren fasziniert von den Landschaften. Von den griechisch anmutenden weißen und blauen Städtchen im Norden des Landes mit Blick auf den Atlantik, der in seinem Blau dem Weiß der kleinen Stadt Ashila (übersetzt: der Ursprünglichen) harmonisch entspricht. Kunstwerke auf den Häuserwänden machten diese kleine Stadt zum Freilichtmuseum, in dem das Weiß der Häuser wie der White Cube eines Museums erschien, belebt von Handwerkern, ausgestellten Teppichen und Leben in den Gassen.


Das Blau von Chefchaouen ebenfalls im Norden des Landes faszinierte uns in seinen Abstufungen im Ort, von blauen Pigmenten in Säcken feilgeboten bis hin zu den Blau-Schattierungen, von denen das ganze Städtchen mit seinen Hauswänden lebt vor der Kulisse des Rif-Gebirges.


Die Gebirge mit ihren wilden Bergen durchziehen Marokko bis ans Meer. Wir folgten dem Verlauf der Berge vom Rif-Gebirge – Motiv in vielen Erzählungen marokkanischer Schriftsteller – und dem Mittleren und Hohen Atlas. Auf der zweiten Reise sahen wir die Berge des Hohen Atlas Schneebedeckt über Marrakesch aufragen, ein besonderer Eindruck.


Schluchten unter steilen Felswänden faszinierten uns. Oasen, die sich Kilometer lang einem Flusslauf entlang hinziehen und mit ihrem Grün von Fruchtbarkeit zeugen. So sind die Oasen Quelle der Dattelbäume, mit deren Früchte man im Ramadan das Fasten bricht. Fasziniert von den Ausmaßen solcher Oasen waren wir alle. Oasen, die ockerfarbene Kashbas – alte marokkanische Städte und Handelsorte - einrahmen und uns fast wie in einem Märchen fühlen ließen. Immerhin waren wir auf der Straße der 1000 Kashbas unterwegs.


In grünes Hügelland eingebettet waren auch die antiken römischen Stätten wie in Volubilis, das berühmt für seine Bodenmosaike ist. Eine besondere Harmonie geht von diesem Ensemble an Blumen umrankten Säulen, Bögen und Tempelresten aus, in der Weite der Landschaft gelegen mit Blick auf einen der wichtigen Wallfahrtsorte Marokkos.

Und dann natürlich die Wüste. Eine Erfahrung der ganz besonderen Art. So war das Erleben der Wüste für viele von uns doch eine Premiere. Am Rande der Sanddünen der Erg Chebbi angekommen, war das Wüstengefühl unmittelbar gegenwärtig. Vertiefen konnten wir es durch einen Ritt auf Dromedaren, der uns ein wenig davon ahnen ließ, wie sich das Volk der Tuareg fortbewegt auf ihren Wüstenschiffen. Die nächtlichen Sterne am Wüstenhimmel zeigten sich uns und wir verstanden, wie wichtig diese für die Orientierung der Nomadenvölker sind.


Am Rande der Wüste trafen wir auf die Gnaoua-Musik, deren afrikanische Rhythmen wir als gelehrige Gruppe mit trommeln durften und so diese Musikrichtung am eigenen Leib erleben konnten. Beeindruckende und gelassene Musiker waren für eine Stunde lang unsere Lehrer.


Und dann blieben natürlich noch die vier Königsstädte Marrakesch, Fés, Meknés und Rabat, die Hauptstadt Marokkos. Wir tauchten in jeder Stadt ein in ihre spezielle Atmosphäre. Wir ließen uns treiben durch die Märkte, die Bazare in jeder Stadt, spürten die Gelehrsamkeit des universitären Lebens in Fés, besuchten ehemalige alte Koran-Schulen, die Medersas mit ihren islamischen Mustern und Brunnen und Gärten. Ein intensives Erleben des Islam mit seiner Geschichte und seinen Traditionen, von denen uns unser Reiseleiter Annas in seinem ausgezeichneten Deutsch erzählte und uns so das Leben in einem islamischen Land nahebrachte. Unsere afrikanisch-europäischen Erörterungen waren von Begegnung der Kulturen geprägt.


Die Bedeutung des Königs war unübersehbar und wurde uns immer wieder erklärt. Meine Sympathien erhielt Marokkos gegenwärtig regierender König mit dem Besuch des von ihm gestifteten Museums für zeitgenössische marokkanische Kunst in Rabat. Hier war Platz auch für kritische Sichtweisen von Künstlern und Künstlerinnen. Sehr wohltuend für eine Europäerin.


Nicht fehlen durften natürlich auch die europäischen Interpretationen des islamischen Gartens. Ein Höhepunkt war für alle Teilnehmenden wie für mich selbst André Hellers Anima-Garten, der Seelen-Garten, der uns in seiner üppigen Vegetation in Einklang mit den Skulpturen wirklich in die Seele ging. Der Majorelle-Garten von Yves Saint Laurent wirkte im Kontrast dazu wie ein Garten auf dem Laufsteg des Modedesigners, in abgestimmten Farbharmonien, zwischen Palmen, Wasser und maurischen Mustern angelegt, faszinierend, aber nicht so wild und einladend wie Hellers Anima Garten.


Schwarz-Weiß-Fotografien vieler Orte, die wir besucht hatten auf unserer Reise, rundeten das Marokko-Erleben nach 12 Tagen im Marrakesch‘s Foto-Museum ab. Ein Einblick in die marokkanische Kultur zwischen Landwirtschaft, jüdischem Leben, Märkten und Trachten der Menschen zog uns in Schwarz und Weiß in den Bann.


Sollten sie nun Interesse an dieser Reise haben, melden Sie sich gerne bei uns! Bei genügend Vormerkungen bieten wir eine Wiederholung der Reise an!


Text und Fotos: Barbara Sporrer


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Kursnr.: P13131

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Kunst in der Wüste: Die Himmelsleiter von Hannsjörg Voth, alle Fotos: Sporrer (Kunst in der Wüste: Die Himmelsleiter von Hannsjörg Voth, alle Fotos: Sporrer) In den Gassen Marokkos (In den Gassen Marokkos) traditionelle Musik der Berber (traditionelle Musik der Berber) Detail im Jardin Majorelle in Marrakesch (Detail im Jardin Majorelle in Marrakesch) Abendstimmung in Marokkos Wüste (Abendstimmung in Marokkos Wüste) Blick auf den verschneiten Hohen Atlas bei Marrakesch (Blick auf den verschneiten Hohen Atlas bei Marrakesch)

Kunst in der Wüste: Die Himmelsleiter von Hannsjörg Voth, alle Fotos: Sporrer (Kunst in der Wüste: Die Himmelsleiter von Hannsjörg Voth, alle Fotos: Sporrer) In den Gassen Marokkos (In den Gassen Marokkos) traditionelle Musik der Berber (traditionelle Musik der Berber) Detail im Jardin Majorelle in Marrakesch (Detail im Jardin Majorelle in Marrakesch) Abendstimmung in Marokkos Wüste (Abendstimmung in Marokkos Wüste) Blick auf den verschneiten Hohen Atlas bei Marrakesch (Blick auf den verschneiten Hohen Atlas bei Marrakesch)


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