Studium generale - 38. Semester - Mittwochvormittag
Antoni Gaudi zum 100. Todestag
Der Spanier Antoni Gaudi (1852 - 1926) darf als einer der spannendsten Architekten der am Ende des 19. Jahrhunderts einsetzenden klassischen Moderne angesehen werden. Mit seinem eigenwilligen Stil, der geprägt ist von welligen und organisch wirkenden Formen, ist er ein Vertreter des sog. Modernisme, einer Spielart des Jugendstils im katalanischen Raum. Gemeinsam wollen wir uns das Leben und das Werk Gaudis, zu dem so herausragende Beispiele wie die Sagrada Familia, der Park Güell und die Casa Milà in Barcelona gehören, etwas genauer anschauen.
Stefan Müller M.A., Kunsthistoriker
Mi., 4.3., 11.3., 2 x, 10.00 - 12.00 Uhr
KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
Italien in München – ein Wechselspiel künstlerischer Einflüsse
Ein Forschungsprojekt der Ludwig-Maximilians-Universität untersuchte seit langem den Einfluss der italienischen Kultur auf die „nördlichste Stadt Italiens“: München. Die Bellezza bavarese hat ihren unübersehbaren Ausgangspunkt in der Baukunst des 17. Jahrhundert und beginnt mit der Beraterin und Gattin von Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern, Henriette Adelaide von Savoyen. 1654 eröffnete in München eben das erste freistehende Opernhaus Deutschlands – mit der italienischen Zambonini-Oper "La ninfa ritrosa". Die Savoyerin aus Turin holte zahlreiche italienische Architekten, Handwerker und Künstler nach München und es entstanden die Theatinerkirche, als Kopie von Sant’Andrea della Valle in Rom, und das Lustschloss Nymphenburg im Stil des italienischen Hofbarocks. Max Emanuel ließ mit bis zu 80 Gondeln den Schlosskanal von Nymphenburg befahren – mit Gondolieri aus Venedig. Neben diesen spektakulären Beispielen finden wir aber auch viele weitere Bezüge in der italienisch-bayerischen Kunstgeschichte.
Alfred Pfeuffer M.A., Kunsthistoriker
Mi., 18.3., 25.3., 2 x, 10.00 - 12.00 Uhr
KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
Das Mittelmeergebiet von der Bronzezeit bis zum Römischen Imperium - eine globalisierte Welt
Viele Kulturen haben an den Ufern und auf den Inseln des Mittelmeers ihre Spuren hinterlassen. Seit Jahrtausenden haben Menschen das Meer befahren, das Afrika, Asien und Europa verbindet – als Händler, Abenteuer, Piraten oder Eroberer. Beginnend im Osten entstand im Verlauf der Jahrhunderte eine immer stärker vernetzte Welt. Schiffe mit Massengütern wie Zinn, mit Waren des täglichen Bedarfs wie Getreide, Wein und Olivenöl und auch mit allen nur denkbaren Luxusgütern durchkreuzten das Meer und navigierten nach den Sternen. Imperien entstanden und vergingen, Epochen wirtschaftlicher Blüte und verheerende
Katastrophen wechselten sich ab.
Trotz aller Rückschläge wuchsen reiche Hafenstädte und bildete sich ein dichtes Netz von Handelsrouten. Von phönizischen Seefahrern entwickelte Techniken erlaubten, weit in die bisher schwer erreichbaren mittleren und westlichen Gebiete vorzudringen. Die Phönizier wurden zu Karthagern, bis die aufstrebende Macht Rom Karthago vernichtend schlug. Mit dem Imperium Romanum wurde der gesamte Mittelmeerraum für Jahrhunderte Teil des römischen Staatsgebiets. Die Vorträge führen auf einer historisch-geographischen Bilderreise durch die Jahrhunderte und die Welt des Mittelmeers.
Irene Gebhard, Dipl.-Geographin
Mi., 15.4., 22.4., 2 x, 10.00 - 12.00 Uhr
KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
Faszination Wasser
Ein musikalischer Streifzug durch die unterschiedlichsten Vertonungen von Wasser, Meer und Fluss, vom Barock bis in die Moderne. Sie werden das Meer von Genua in Verdis Simon Boccanegra glitzern hören, sich auf Moldau oder Themse treiben lassen oder einfach in Beethovens Pastorale am Bach sitzen und dem Plätschern des Wassers lauschen.
Daniela Groth
Mi., 29.4., 6.5., 2 x, 10.00 - 12.00 Uhr
KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
Das humanitäre Völkerrecht und das Kriegsvölkerrecht
Das humanitäre Völkerrecht (HVR) versucht bewaffnete Konflikte und Kriege einzudämmen. Es schützt Menschen, die nicht direkt an Kriegsgeschehen teilnehmen und es will Kriegsmethoden, Kriegshandlungen und Waffeneinsatz begrenzen. Selbst in Kriegen gibt es Regeln: Zivilpersonen dürfen nicht angegriffen werden. Die Auswirkungen der eigenen Kriegsführung auf Zivilpersonen müssen soweit wie möglich begrenzt werden. Gefangene sind mit Menschlichkeit zu behandeln. Menschen dürfen nicht gefoltert werden. (IKRK =Internationales Komitee vom Roten Kreuz)
Joachim Giesen, Mastercoach, Professional Counseler CCDA
Mi., 13.5., 20.5., 2 x, 10.00 - 12.00 Uhr
KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
Wirtschaft im Wandel - Der Mittelmeerraum zwischen Krise und Aufbruch
Südeuropas Wirtschaftsraum im Spannungsfeld von Tourismus, Innovation und Globalisierung
Der Mittelmeerraum ist mehr als Sonne und Olivenöl: Er ist eine der ältesten Wirtschaftszonen der Welt – und steht heute vor großen Herausforderungen. Der Vortrag bietet einen Überblick über die wirtschaftliche Situation in Südeuropa: von den Folgen der Eurokrise über Jugendarbeitslosigkeit und Strukturprobleme bis hin zu Chancen durch Digitalisierung, erneuerbare Energien und nachhaltigen Tourismus. Wie gestalten Länder wie Spanien, Italien oder Griechenland den Wandel – und welche Rolle spielt der Mittelmeerraum für Europa insgesamt?
Andreas Dohmen M.A., Dipl.-Physiker, Dipl.-BWL
Mi., 10.6., 1 x, 10.00 - 12.00 Uhr
KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
René Descartes - Der Denker zwischen zwei Welten
Vom Zweifel zur Gewissheit: Wie Descartes das moderne Denken prägte
René Descartes (1596–1650) gilt als Vater des modernen Rationalismus - und als Brückenbauer zwischen Mittelalter und Neuzeit. In einer Zeit des Umbruchs zwischen Glauben und Vernunft, Religion und Wissenschaft, suchte er nach einem sicheren Fundament für Erkenntnis: "Cogito, ergo sum." Der Vortrag beleuchtet Leben und Werk des Philosophen, seine Reisen und seine Verbindung zum Mittelmeerraum, aber auch seine Bedeutung für unser heutiges Verständnis von Vernunft, Wissenschaft und Bewusstsein. Was können wir von Descartes’ Zweifel heute lernen - in einer Welt voller Informationsfluten und Unsicherheiten?
Andreas Dohmen M.A., Dipl.-Physiker, Dipl.-BWL
Mi.,17.6., 1 x, 10.00 - 12.00 Uhr
KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
Aristoteles und das gute Leben
Eudaimonia, Tugend und Maß - zeitlose Lehren aus der Philosophie Griechenlands
Was macht ein erfülltes Leben aus? Schon im antiken Griechenland suchte Aristoteles (384–322 v. Chr.) nach Antworten auf diese Frage. Für ihn lag das Glück (Eudaimonia) nicht im Besitz oder Genuss, sondern in der Entfaltung der eigenen Fähigkeiten – im rechten Maß zwischen Extremen. Der Vortrag führt ein in Aristoteles’ Ethik, seine Lehre vom guten Leben und die bleibende Aktualität seiner Gedanken. Wie lassen sich seine Einsichten auf unsere Zeit übertragen – in einer Gesellschaft, die zwischen Leistungsdruck und Selbstverwirklichung schwankt?
Andreas Dohmen M.A., Dipl.-Physiker, Dipl.-BWL
Mi.,24.6., 1 x, 10.00 - 12.00 Uhr
KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
Inseln der Weisheit
Für die antike Philosophie spielen Inseln eine nicht zu unterschätzende Rolle. Ein Inselhopping von der Ägäis bis Korsika führt uns zu herausragenden Lebensstationen großer philosophischer Geister von Platon bis Seneca. Eine Wallfahrt zum Apollon-Heiligtum auf Delos verlängerte die Haft des Sokrates vor seiner Hinrichtung und war der Anlass für einige der berühmtesten Dialoge Platons. Platon versuchte auf Sizilien, den dort herrschenden Tyrannen Dionysos I. durch seine Staatsphilosophie zu beeindrucken, Epikur gründete auf Lesbos seine erste philosophische Schule, bevor er in Athen den "Garten" als Ort der Freundschaft und des gemeinsamen Philosophierens eröffnete, der Stoiker Seneca verbrachte acht Jahre der Verbannung auf Korsika, wo er einige seiner bekanntesten Schriften verfasste. An zwei Vormittagen folgen wir den Spuren antiker Geistesgrößen durch die Gewässer des Mittelmeers.
Johannes Bucej M.A., Philosoph, Publizist
Mi., 1.7., 8.7., 2 x, 10.00 - 12.00 Uhr
KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
Die Dozenten im 38. Semester am Mittwochvormittag:
Stefan Müller M.A., Kunsthistoriker
Alfred Pfeuffer M.A., Kunsthistoriker
Irene Gebhard, Dipl.-Geographin
Daniela Groth
Joachim Giesen, Mastercoach, Professional Counseler CCDA
Andreas Dohmen, Dipl.-Physiker
Johannes Bucej M.A., Philosoph, Publizist
Informationen:
ab Mi. 4.3., 10.00 - 12.00 Uhr, 15x
max. 27 Teiln., EUR 142,50
KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
Alle Kurstermine:
| Datum | Uhrzeit | Ort |
|---|---|---|
|
Datum:
10.06.2026
|
Uhrzeit:
10:00 - 12:00 Uhr
|
Wo:
Jahnstr. 1,
KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
|
|
Datum:
17.06.2026
|
Uhrzeit:
10:00 - 12:00 Uhr
|
Wo:
Jahnstr. 1,
KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
|
|
Datum:
24.06.2026
|
Uhrzeit:
10:00 - 12:00 Uhr
|
Wo:
Jahnstr. 1,
KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
|
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Datum:
01.07.2026
|
Uhrzeit:
10:00 - 12:00 Uhr
|
Wo:
Jahnstr. 1,
KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
|
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Datum:
08.07.2026
|
Uhrzeit:
10:00 - 12:00 Uhr
|
Wo:
Jahnstr. 1,
KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
|
Status: 
Kursnr.: O10003
Beginn: Mi., 04.03.2026, 10:00 - 12:00 Uhr
Kursort: KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
Gebühr: 142,50 €
Das Studium generale an der vhs Unterhaching will ein verständliches Überblickswissen über einen geistes-, sozial- und naturwissenschaftlichen Fächerkanon geben. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Kulturgeschichte. Die Teilnehmer*innen am Studium generale wählen mit, welche Schwerpunkte sie im jeweiligen Folgesemester setzen wollen. Auf diese Art entstehen unterschiedliche Inhalte der einzelnen Kurse. Sie erhalten in diesen Kursen kulturelle Anregungen im Alltag, lernen Hintergründe zu politischen und gesellschaftlichen Ereignissen verstehen und können so eine souveräne Haltung in einem breiten Kontext einnehmen.
Ziel im Studium generale ist es, z.B. Verbindungen zwischen der Literatur und der Kunstgeschichte zu ziehen, Philosophisches Denken als Grundlagendisziplin zu üben, naturwissenschaftliche Ergebnisse und aktuelle Themen zu gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen zu diskutieren. Unser vermitteltes Wissen möchte Sie in der Folge dazu befähigen, z.B. aktuelle Kulturansätze oder politische Entwicklungen besser zu verstehen und einzuordnen. Sie lernen, Ihre Meinung in der Diskussion mit gleichermaßen interessierten Mit-Studierenden zu vertreten und zu hinterfragen.
Ziel des Konzeptes Studium generale ist es, ein umfangreiches Allgemeinwissen aufzubauen bzw. wieder zu aktivieren, aber auch politische und wirtschaftliche Entwicklungen besser zu verstehen oder deren ethisches Handeln zu hinterfragen. Bringen Sie Neugier mit! Wir bieten Ihnen pädagogisch geschulte Dozenten, die das jeweilige Thema aus wissenschaftlicher Perspektive verständlich unterrichten. Gerne beraten wir Sie!
Es sind keine Vorkenntnisse oder besondere Schulabschlüsse zum Besuch des Studium generale nötig.
Der rote Faden im Frühjahr-/Sommersemester folgt unserem Schwerpunkt „Auf der Suche nach dem Mittelmeer“. Wir begeben uns auf historische Spurensuche im Mittelmeer, fragen, welche Beziehungen sich über die Jahrhunderte hinweg dort abgespielt haben. Wir widmen uns Philosophen und ihren Schriften, die auf Inseln im Mittelmeer entstanden. Wir zeigen Beispiele davon, wie musikalische Formensprache das Thema Wasser in Noten und Musik umsetzt. Mit Antoni Gaudi zeigen wir einen Architekten, der gerade in den Mittelmeerländern seine Spuren hinterlassen hat. Und nicht zuletzt fragen wir nach bayerisch-italienischen Spuren in München, der nördlichsten Stadt Italiens.
Zu all dem haben wir Experten und Expertinnen für Sie eingeladen.
Wir laden Sie herzlich ein, seien Sie dabei! Auch neue Interessierte sind herzlich willkommen!
Die Disziplinen im Studium generale:
> Literatur, Kunstgeschichte, Musik
> Philosophie, Religion, Ethik
> Geschichte, Ethnologie
> Politik, Gesellschaft, Wirtschaft
> Naturwissenschaften, Ökologie
> Psychologie
Jahnstr. 1
82008 Unterhaching
| Datum | Uhrzeit | Ort |
|---|---|---|
|
Datum:
10.06.2026
|
Uhrzeit:
10:00 - 12:00 Uhr
|
Wo:
Jahnstr. 1,
KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
|
|
Datum:
17.06.2026
|
Uhrzeit:
10:00 - 12:00 Uhr
|
Wo:
Jahnstr. 1,
KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
|
|
Datum:
24.06.2026
|
Uhrzeit:
10:00 - 12:00 Uhr
|
Wo:
Jahnstr. 1,
KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
|
|
Datum:
01.07.2026
|
Uhrzeit:
10:00 - 12:00 Uhr
|
Wo:
Jahnstr. 1,
KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
|
|
Datum:
08.07.2026
|
Uhrzeit:
10:00 - 12:00 Uhr
|
Wo:
Jahnstr. 1,
KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
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Volkshochschule Unterhaching e. V.
Hans-Durach-Straße 17, 82008 Unterhaching
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