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Studium generale - 31. Semester - Dienstagvormittag

Die Polargebiete: Von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute
Die beiden Vorträge führen zunächst zurück in das Jahr 1845: Mit der "Franklin-Expedition" geht die Suche nach der Nordwestpassage weiter. Auch nach dem Scheitern dieses Unternehmens wird die Suche weitergeführt. Die Nordwestpassage wird erst 1906 von dem Norweger Roald Amundsen gefunden. Amundsen und seine
Begleiter erreichen auch 1911 als erste Menschen den Südpol. Die "Konkurrenten" bei der Suche, der Brite Robert Falcon Scott und seine Begleiter, kommen bei dem "Wettlauf" ums Leben. Die Erforschung geht trotz aller Verluste weiter.
Ein kurzer Überblick zeigt schließlich den aktuellen Stand: Eigene Forschungsschiffe und der Einsatz von Satelliten für die Fernerkundung gehören heute zum "Werkzeug" der Geo- und Polarforschung.

Irene Gebhard, Dipl.-Geographin
Di., 10.10.,17.10., 2 x, 10.00 - 12.00 Uhr
KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal


Kolonialismus, Imperialismus und Globalisierung - die Welt wird Eins?
Mit der Reconquista in Spanien und dem Aufbruch in der Renaissance beginnt Europa in Politik, Kunst und Kultur eigene Wege zu gehen. Der Orient nimmt die Entwicklungen in Europa wahr, stellt diplomatische Verbindungen her und lässt sich von Kunst und Kultur beeinflussen. Die neuen europäischen Architekturformen finden sich vom Osmanischen Reich bis China. Besonders neue Technologien werden begeistert aufgenommen. Mit der gewaltsamen Vereinnahmung der Welt im Verlauf des Kolonialismus und Imperialismus, werden die westlichen Errungenschaften wie - Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit - im Orient als zukunftsweisend aufgenommen, als sie aber von den Kolonialisten und den anschließend vom Westen eingesetzten Diktatoren zur Unterdrückung der Bevölkerung pervertiert werden, wendet sich der Orient wieder seiner eigenen muslimischen Identität zu. Auch China versucht mit einem westlichen Import - dem Kommunismus - in die modernen Zeiten aufzubrechen. Inzwischen unterliegen alle Staatengemeinschaften nur noch einem gemeinsamen Diktat - der globalisierten Wirtschaft und deren Wachstumsgesetzen.

Dr. Karin Dohrmann, Kunstvermittlerin
Di., 21.11, 1 x, 10.00 - 12.00 Uhr
KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal


Lilith - Adams erste Frau, böse Dämonin oder frühe Frauenrechtlerin?
Bei Goethe und bei Thomas Mann wird Lilith als erste Frau Adams genannt und als große Verführerin beschrieben. Nicht nur hier eröffnet sich ein breites Spektrum der Gesellschafts-, Kultur- und Kunstgeschichte. Bereits die alte jüdische Legende berichtet, dass Lilith mit Adam unzufrieden war und ihn verließ. Später taucht sie im Mythos als Kindsmörderin auf, vor der man sich schützen muss. Im alten Sumer und in Babylon war sie eine Dämonin und noch älter sind die Angaben über Lilith als geflügelte Göttin.

Alfred Pfeuffer M.A., Kunsthistoriker
Di., 7.11., 1 x, 10.00 - 12.00 Uhr
Dr. Marie-Luise Grünig-Martin, Literaturwissenschaftlerin
Di. 14.11., 1 x, 10.00 - 12.00 Uhr
KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal


Stefan Müller M.A., Kunsthistoriker
Di., 12.12., 19.12., 2 x, 10.00 - 12.00 Uhr
KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal


Epigenetik - oder wie die Umwelt unsere Gene steuert
Dass nicht allein unsere Gene unseren Körper und unser Verhalten steuern, sondern Umwelteinflüsse einen entscheidenden Anteil daran haben, ist allgemein bekannt.
Wie aber die Umwelt Einfluss nimmt, was mit unseren Genen geschieht und was wir aus diesen Erkenntnissen für ein gesundes und langes Leben lernen können, mit dieser Forschung befasst sich die Epigenetik. Sie umfasst u. a. die Bereiche Biomedizin und Ernährung, aber auch Trauma- Forschung und Psychotherapie.
In diesem Vortrag werden Sie einen Einblick in die Grundlagen der Epigenetik, in die Ursprünge epigenetischer Forschung und die bereits belegten Resultate erlangen, und auch für sich ganz persönlich einen epigenetischen Fahrplan reflektieren können.


Wie die Tomate auf die Pizza kam
Interkulturelle Bezüge in der Küche

Irene Gebhard, Dipl.-Geographin
Di., 20.2., 1 x, 10.00 - 12.00 Uhr
KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal


Giacomo Puccinis Musikwelt
"Nessun dorma - niemand schlafe"... wer kennt sie nicht, die berühmte Arie aus Turandot, der letzten Oper von Giacomo Puccini, dem Vertreter des italienischen Verismo?
Am 29. November 2024 jährt sich zum 100. Mal der Todestag des toskanischen Komponisten. Wollen wir der Aufforderung nachkommen und ihn aus seinem Schlaf erwecken: zusammen werden wir seinem Lebenswerk huldigen und es in die facettenreiche Biographie des Komponisten einbetten.

Daniela Groth
Di., 28.11., 5.12., 2 x, 10.00 - 12.00 Uhr
KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal


Die "Art brut" (dt. "rohe Kunst")
Dieser Begriff wurde vom französischen Maler Jean Dubuffet (1901 - 1985) geprägt - ist heute ein Sammelbegriff für autodidaktische Kunst von Laien, Kindern, Menschen mit einer psychischen Erkrankung oder einer geistigen Behinderung und gesellschaftlichen Außenseitern und Unangepassten. Die Bezeichnung ging vom französischen Maler Jean Dubuffet aus, der sich eingehend mit einer naiven und antiakademischen Ästhetik beschäftigte. Art brut meint eine Kunst quasi in ihrem Rohzustand - jenseits etablierter Formen und Strömungen. Bereits lange vor Dubuffet beschäftigten sich einige Psychiater mit Bilderzeugnissen von Menschen mit einer psychischen Erkrankung oder einer geistigen Behinderung und erkannten darin über die diagnostische Bedeutung hinaus auch einen ästhetischen Wert. Vor allem der deutsche Psychiater und Kunsthistoriker Hans Prinzhorn (1886 - 1933) ist hier zu nennen, der als erster eine umfangreiche Sammlung zu diesem Thema anlegte (Sammlung Prinzhorn; seit 2001 angeschlossen an die Klinik für Allgemeine Psychiatrie des Universitätsklinikums Heidelberg) und 1922 mit dem seiner Abhandlung Bildnerei der Geisteskranken ein Werk von großer Reichweite veröffentlichte. Denn gerade die deutsche avantgarde Künstlergeneration der Zeit, z.B. Paul Klee und Max Ernst, zeigte ein großes Interesse an der Kunst psychisch Kranker. In der Veranstaltung soll es vor allem um die Anfänge der Beschäftigung mit Bilderzeugnissen von Menschen mit einer psychischen Erkrankung und deren nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Entstehung der modernen Kunst gehen. Aber auch der Aspekt, dass die Nationalsozialisten die Beschäftigung mit Bilderzeugnissen von Menschen mit einer psychischen Erkrankung oder einer geistigen Behinderung dazu nutzten, um ihre Definition von "Entarteter Kunst" zu stützen und letztlich sogar den Massenmord an psychisch Kranken (sog. "Aktion T4") zu legitimieren, wird Gegenstand der Veranstaltung sein.


Anke von Skerst, BA Psychologie, Heilpraktikerin für Psychotherapie - tiefenpsychologisch fundiert
Di., 9.1, 1 x, 10.00 - 12.00 Uhr
KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal


Harmonie zwischen natürlichen und von Menschen geschaffenen Formen - die organische Architektur von Frank Lloyd Wright (1867 - 1959)
Der amerikanische Architekt Frank Lloyd Wright strebte stets die möglichst nahtlose Integration von Bauwerken in die umgebende Landschaft an. Er war auf der Suche nach einem neuen Baustil und sein Interesse galt hierbei vor allem Japan, dessen Kunst und Ästhetik ihn am stärksten beeindruckten. Wright verbrachte mehrere Jahre in diesem Land und hinterließ dort zahlreiche Spuren. Aber auch seine Bauwerke in Amerika lassen fernöstliche Inspirationen erkennen.
Mit seiner organischen Architektur wollte Wright die Natur jedoch nicht nachbauen, sondern aus ihr Prinzipien für Gebäude ableiten, die natürlich wirken. So entstanden faszinierende Bauten wie das Guggenheim Museum in New York oder die in der Fachwelt viel beachtete Villa Fallingwater in Pennsylvania.
Im Jahr 2019 hat die UNESCO die Architektur des 20. Jahrhunderts von Frank Lloyd Wright zum Weltkulturerbe erklärt. Grund genug, sich diesen außergewöhnlichen Architekten, sein Leben und Werk im Rahmen des Studiums Generale näher anzusehen.

Theo Schuchardt, M.A., Kunsthistoriker, Dipl. Kfm.
Di., 16.1., 23.1., 2 x, 10.00 - 12.00 Uhr
KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal


Universalismus statt Spaltung in politisch Links und Rechts:
Omri Boehms Streitschrift "Radikaler Universalismus - jenseits von Identität"
Etwas "quer" zum Thema Diversity/Vielfalt steht Omri Boehms Schrift "Radikaler Universalismus - jenseits von Identität". So der Titel seiner jüngsten Streitschrift (Berlin 2022), mit der er der Auseinandersetzung um die Frage, ob es trotz aller Verschiedenheit und den Kämpfen um Anerkennung ein gemeinsames Fundament geben kann, anhand dessen die Verhältnisse untereinander friedlich geregelt werden können - und welche Konsequenzen der "postmoderne" Relativismus hatte, alles als "gleich-gültig" anzusehen. So verkämpfen sich - laut Omri Boehm - Linke in der Frage von race und gender, Rechte verbeißen sich in Nationalismus und Fundamentalismus. "Wenn die Linke und die Rechte dieselben antiuniversalistischen Annahmen haben, dann geht es am Ende nur noch um Macht, also darum, wer als Erster schießt." (Omri Boehm). - Durch seinen Rückgriff auf Immanuel Kants Definition von Aufklärung und eine neue Sicht auf die alttestamentliche Geschichte um "Isaaks Opferung" (vgl. Gen 22, 1-19) gelingt ihm ein neues, grundlegendes Verständnis von Universalismus.

Johannes Bucej M.A., Philosoph, Publizist
Di., 30.1., 6.2., 2 x, 10.00 - 12.00 Uhr
KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal


Die Dozenten im 31. Semester am Dienstagvormittag:
Irene Gebhard, Dipl.-Geographin
Dr. Karin Dohrmann, Kunstvermittlerin
Alfred Pfeuffer M.A., Kunsthistoriker
Dr. Marie-Luise Grünig-Martin, Literaturwissenschaftlerin
Daniela Groth
Stefan Müller M.A., Kunsthistoriker
Anke von Skerst, BA Psychologie, Heilpraktikerin für Psychotherapie - tiefenpsychologisch fundiert
Theo Schuchardt, M.A., Kunsthistoriker, Dipl. Kfm.
Johannes Bucej M.A., Philosoph, Publizist


Informationen:
ab Di. 10.10., 10.00 - 12.00 Uhr, 15x
max. 25 Teiln., EUR 142,50
KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal


Alle Kurstermine:


Datum
10.10.2023
Uhrzeit
10:00 - 12:00 Uhr
Ort
Jahnstr. 1, KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
Datum
17.10.2023
Uhrzeit
10:00 - 12:00 Uhr
Ort
Jahnstr. 1, KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
Datum
07.11.2023
Uhrzeit
10:00 - 12:00 Uhr
Ort
Jahnstr. 1, KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
Datum
14.11.2023
Uhrzeit
10:00 - 12:00 Uhr
Ort
Jahnstr. 1, KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
Datum
21.11.2023
Uhrzeit
10:00 - 12:00 Uhr
Ort
Jahnstr. 1, KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
Datum
28.11.2023
Uhrzeit
10:00 - 12:00 Uhr
Ort
Jahnstr. 1, KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
Datum
05.12.2023
Uhrzeit
10:00 - 12:00 Uhr
Ort
Jahnstr. 1, KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
Datum
09.01.2024
Uhrzeit
10:00 - 12:00 Uhr
Ort
Jahnstr. 1, KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
Datum
16.01.2024
Uhrzeit
10:00 - 12:00 Uhr
Ort
Jahnstr. 1, KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
Datum
23.01.2024
Uhrzeit
10:00 - 12:00 Uhr
Ort
Jahnstr. 1, KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal

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Status: fast ausgebucht

Kursnr.: J10001

Beginn: Di., 10.10.2023, 10:00 - 12:00 Uhr

Kursort: KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal

Gebühr: 123,50 €


Datum
10.10.2023
Uhrzeit
10:00 - 12:00 Uhr
Ort
Jahnstr. 1, KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
Datum
17.10.2023
Uhrzeit
10:00 - 12:00 Uhr
Ort
Jahnstr. 1, KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
Datum
07.11.2023
Uhrzeit
10:00 - 12:00 Uhr
Ort
Jahnstr. 1, KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
Datum
14.11.2023
Uhrzeit
10:00 - 12:00 Uhr
Ort
Jahnstr. 1, KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
Datum
21.11.2023
Uhrzeit
10:00 - 12:00 Uhr
Ort
Jahnstr. 1, KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
Datum
28.11.2023
Uhrzeit
10:00 - 12:00 Uhr
Ort
Jahnstr. 1, KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
Datum
05.12.2023
Uhrzeit
10:00 - 12:00 Uhr
Ort
Jahnstr. 1, KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
Datum
09.01.2024
Uhrzeit
10:00 - 12:00 Uhr
Ort
Jahnstr. 1, KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
Datum
16.01.2024
Uhrzeit
10:00 - 12:00 Uhr
Ort
Jahnstr. 1, KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal
Datum
23.01.2024
Uhrzeit
10:00 - 12:00 Uhr
Ort
Jahnstr. 1, KUBIZ, Jahnstr. 1, EG, Gymnastiksaal

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